Berge & Gipfel
Der Adlernestweg verbindet Krakau und Częstochowa auf einem 163,9 km langen, rot markierten Wanderweg durch die Kalksteinfelsen der Krakau-Częstochowa-Jura. Unterwegs passiert er 12 Hauptburgen — von Korzkiew und Ojców über Pieskowa Skała, Rabsztyn, Ogrodzieniec, Bobolice und Mirów bis nach Olsztyn bei Częstochowa. Seit dem 14. Jahrhundert wurden die Burgen aus Kalkstein auf bis zu 30 Meter hohen Felsen errichtet, sodass die Ruinen aussehen, als wüchsen sie direkt aus den weißen Wänden.
Der Name geht auf Burgen zurück, die wie Adlerhorste auf unzugänglichen Felsen nisten, wo der Überlieferung nach Adler brüteten. Die Idee für den Weg veröffentlichte 1927 die Zeitschrift „Ziemia”. Die erste Fassung von 1930 war eine Schleife ab Krakau und verschwand mangels Markierungspflege fast von den Karten. Der heutige Verlauf wurde 1950 mit Mitteln des Verkehrsministeriums festgelegt, nach einem Entwurf von Kazimierz Sosnowski aus dem Jahr 1948.
Für einen Tag oder ein Wochenende wählen Sie am besten zwei bis drei Objekte: Ogrodzieniec in Podzamcze (die größte Ruine am Weg), das Renaissanceschloss Pieskowa Skała über dem Prądnik-Tal im Nationalpark Ojców sowie die Zwillingsschlösser Bobolice und Mirów, die über einen Kamm verbunden sind, von dem aus man beide zugleich sieht. Dieselbe Strecke lässt sich auch per Rad fahren — parallel verläuft der Radweg Jurajski Rowerowy Szlak Orlich Gniazd.
Der höchste Punkt der Route ist die Góra Janowskiego (504 m ü. M.) bei Morsko. Der Weg gliedert sich in kurze Etappen zwischen den Dörfern, sodass sich eine Tagesetappe leicht planen lässt. Im Sommer sind die Felsen heiß und praktisch schattenlos — nehmen Sie ausreichend Wasser mit. Nach Regen werden die Kalksteinaufstiege rutschig.
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