Kirchen & Klöster
An der Straße des Pfarrers Ludwik Tunkel in Kochłowice, einem Stadtteil von Ruda Śląska, erhebt sich die Dreifaltigkeitskirche, ein Bau, der Neuromanik und Neugotik verbindet. Die Arbeiten begannen 1900, bereits 1902 wurde die Kirche konsekriert. Der frühere Bau unter demselben Patrozinium — das heutige Sanktuarium der Muttergottes von Lourdes — war für die wachsende Pfarrei zu klein geworden.
Die Kirche entstand auf dem Grundriss eines lateinischen Kreuzes, aus Backstein, außen mit Steinplatten verkleidet. Die dreigliedrige Fassade mit zwei hohen Türmen schmücken drei neuromanische Portale und eine Rosette. Das dreischiffige Innere mit Querhaus und einem durch eine halbrunde Apsis geschlossenen Presbyterium überspannen Kreuzrippengewölbe.
Die Glasfenster entstanden in München, die Evangelistenfiguren in Breslau, die Orgel in Schweidnitz. Die Altarbilder der Heiligsten Dreifaltigkeit und des Herzens Jesu sowie die Kreuzwegbilder malte Julian Wałdawski aus Breslau; Altar, Kanzel, Taufbecken und Kommunionbänke fertigte die Firma Rosenthal aus Beuthen. Zu den Stiftern gehörten auch die evangelischen Donnersmarcks von Sierakowitz.
Einen besonderen Platz nimmt das Bild der Schwarzen Madonna von Tschenstochau ein, das der Bergmann Franciszek Kołodziej gekauft hatte: Das Werk von Franciszek Jędrzejczyk wurde am 22. August 1901 in feierlicher Prozession nach Kochłowice überführt und vom Pater Prior der Pauliner gesegnet. Planen Sie 20–30 Minuten ein; nebenan wartet der frühere Bau, heute ein Sanktuarium.
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