Kirchen & Klöster
Dukla, Karpatenvorland
Das Heiligtum des hl. Johannes von Dukla ist eine barocke Bernhardinerkirche samt Kloster in Dukla, einer Kleinstadt im südostpolnischen Karpatenvorland. Hier steht der wichtigste Wallfahrtsort für Johannes von Dukla, den Johannes Paul II. 1997 heiliggesprochen hat. Wenn du nach Sehenswürdigkeiten in Dukla suchst, ist die weiße Doppelturmfassade die erste Adresse: ein ruhiger Ort mit Reliquien, einem bemalten Kirchenschiff und viel Geschichte an der Grenze zur Slowakei.
Dukla liegt in der Woiwodschaft Karpatenvorland (Podkarpackie), etwa 30 km südlich von Krosno. Aus Krakau (Kraków) fährst du ungefähr drei Stunden mit dem Auto, die Entfernungen sind Richtwerte. Der nächste Flughafen ist Rzeszów-Jasionka. Von Deutschland aus liegt Dukla am Ende einer langen Anreise, passt aber gut in eine Route durch die Niederen Beskiden und über den Grenzübergang Barwinek in die Slowakei.
Für viele Polen ist die Kirche ein Wallfahrtsziel. Johannes Paul II. besuchte Dukla am 9. Juni 1997 und sprach Johannes von Dukla am Tag darauf im nahen Krosno heilig.
Nach der Seligsprechung des Johannes von Dukla 1733 beschlossen die Bernhardiner, in seinem Heimatort ein Kloster zu gründen. Die Stiftung wurde 1741 angenommen, Stifter war Józef Wandalin Mniszech. Zuerst entstand eine hölzerne Kirche, in die 1743 die Reliquien des Seligen aus Lemberg (Lwów) gebracht wurden. Die heutige gemauerte Kirche mit dem Kloster wurde 1761 bis 1764 errichtet, gestiftet von Jerzy August Mniszech. Türme, Glocken und Altäre waren 1777 fertig.
Ein Brand zerstörte 1835 große Teile der Anlage. Die heutige, prächtige Gestalt erhielt die Kirche um die Wende zum 20. Jahrhundert, als Tadeusz Popiel im Hauptschiff die Malereien zum Leben und zur Verehrung des Patrons schuf. Der Sarg mit den Reliquien wurde nach dem Zweiten Weltkrieg von Lemberg nach Rzeszów gebracht und kam 1974 in eine eigens eingerichtete Kapelle in Dukla. Seit 2009 ist die Kirche ein Heiligtum auf Diözesanebene.
Für die Kirche reichen 30 bis 45 Minuten, mit Klosterumgebung und Spaziergang bis zu anderthalb Stunden.
Es ist eine aktive Pfarr- und Wallfahrtskirche, besichtige sie also außerhalb der Gottesdienste und kleide dich angemessen. Die offizielle Klosterseite nennt die Messzeiten: werktags um 7:00, 12:00 und 18:00 Uhr, sonntags und an Feiertagen um 7:00, 9:00, 11:00, 15:00 und 18:00 Uhr. Eigene Besichtigungszeiten sind dort nicht angegeben, ein Klostermuseum konnten wir nicht bestätigen. Der Eintritt ist frei, Spenden sind freiwillig. Adresse: ul. Bernardyńska 2, 38-450 Dukla, Telefon der Pfarrei +48 13 433 00 61. Auf Deutsch oder Englisch solltest du keine Beschilderung erwarten. Laut Besucherberichten gibt es einen großen Parkplatz neben dem Kloster, das ist aber nicht offiziell bestätigt. Bezahlt wird in Złoty (PLN).
Mit dem Auto erreichst du Dukla gut von Krosno aus oder von slowakischer Seite über Barwinek. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln musst du meist in Krosno umsteigen, prüfe vorab die aktuellen Fahrpläne.
Rund 400 Meter entfernt liegt das Schloss von Dukla, die einstige Residenz der Familie Mniszech. Weitere Orte rund um den Heiligen sind die kleine Kirche auf dem Berg Zaśpit und eine Kapelle unter dem Berg Cergowa mit der Quelle Złota Studzienka.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026