Seen & Gewässer
Lubartów, Lublin
Firlej ist ein ovaler See ohne Zuflüsse, umgeben von einem beleuchteten Fußweg und Radweg, mit Sandstrand und gut einem Dutzend Ferienanlagen. Er liegt 12 km nordwestlich von Lubartów an der Landesstraße 19 und ist seit Jahren einer der beliebtesten Badeseen der Region Lublin.
Der See ist rund 91 Hektar groß und bis zu 10 Meter tief. Er gehört zur Gruppe der Firlej-Seen auf der Lubartów-Hochfläche. Ständige Zu- oder Abflüsse gibt es nicht: Nur nach der Schneeschmelze oder starkem Regen fließt Wasser über einen zeitweiligen Bach nach Westen in den tiefer gelegenen Kunów-See. Die Uferlinie ist wenig gegliedert, Inseln gibt es keine. Im Norden und Nordwesten liegen Felder und das Dorf, im Süden Kiefernwald.
Das Dorf am See trägt den Namen seines Gründers. 1557 wollte Mikołaj Firlej hier eine Stadt gründen, das Stadtrecht erhielt Firlej 1629 und verlor es 1869/1870 wieder. Spätere Besitzer waren unter anderem die Familien Zasławski, Lubomirski und Sanguszko. Am 9. Mai 1831 fand bei Firlej eine der Schlachten des Novemberaufstands gegen die russische Herrschaft statt, im August 1920 nahm Józef Piłsudski auf dem Marktplatz die Parade der Truppen ab, die an die Front des Polnisch-Sowjetischen Krieges zogen. Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich Firlej dank Kiefernwäldern und zweier Seen zum Erholungsort.
Am See gibt es kostenpflichtige Gemeindeparkplätze, die Gebühren legt der Gemeinderat fest. Im Sommer gehört der See zu den meistbesuchten Orten der Gegend, wer Ruhe sucht, kommt daher früh oder an einem Werktag. Von Lublin sind es etwa 40 km, nach Firlej fahren Busse. Der Ausflug lässt sich gut mit dem Palast Kozłówka verbinden, der gut ein Dutzend Kilometer entfernt liegt.
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