Wander- & Themenwege
Tschenstochau, Schlesien
Der Krakau-Tschenstochauer Jura ist ein Kalkhochland zwischen Krakau und Tschenstochau, in dem Sie mit dem Rad an einem Tag mehrere Burgen, Felstürme und Schluchten sehen können. Zugleich ist er Polens größtes Karstgebiet – zwischen beiden Städten gibt es rund 900 Höhlen. Rückgrat des Radfahrens im Jura ist der rot markierte Radweg der Adlerhorste (etwa 190 km), dazu kommt ein Netz kürzerer, lokaler Routen.
Der Weg verbindet Krakau mit Tschenstochau und führt an den meisten Jura-Burgen vorbei: Tenczyn, Rabsztyn, Bydlin, Smoleń, Ogrodzieniec, Morsko, Bobolice, Mirów, Ostrężnik und Olsztyn. Der Belag wechselt alle paar Kilometer – ruhige Asphaltstraßen, Schotter, Feldwege, Sand und Steine –, und das hügelige Gelände sorgt für viele Anstiege. Im kleinpolnischen Abschnitt (86 km) verlaufen 44 % der Strecke abseits des Autoverkehrs und 44 % durch Wald; der höchste Punkt liegt auf 464 m, der tiefste auf 207 m.
Für Familien und weniger Geübte werden vor allem die Abschnitte von Żarki zum Teich Amerykan in Złoty Potok und zu den Burgen Mirów und Bobolice empfohlen – überwiegend autofrei. Rund um Ogrodzieniec schließen u. a. der Burgenweg, Velo Przemsza (mit Abstecher zu den Ruinen von Rabsztyn und Bydlin) sowie blau markierte Routen von Zawiercie nach Ogrodzieniec und Morsko an. Bei Krakau trifft der rote Weg auf den Weichsel-Radweg.
Nehmen Sie ein Gravel-, Trekking- oder Mountainbike mit breiteren Reifen mit – sandige Passagen bremsen schmale Räder aus. Planen Sie Touren von Bahnhof zu Bahnhof: Krzeszowice liegt direkt am Weg, Olkusz etwa 500 m und Zawiercie knapp 7 km entfernt. Die gesamte Strecke dauert 2–3 Tage, einzelne Burgen wie Mirów, Bobolice oder Ogrodzieniec eignen sich für kurze Ausflüge.
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